Hans-Sauter-Schule kooperiert mit der Firma Robert Bosch GmbH

In Zusammenarbeit mit der Firma Bosch öffnet sich für die Schüler der Hans-Sauter-Schule eine neue Möglichkeit, Technik im Unterricht kennenzulernen. Das Projekt KiTeC – Kinder entdecken Technik, wurde unter der Koordination der Wissensfabrik vom Lehrstuhl für Technik und Didaktik des Transferzentrums (ZNL) entwickelt. Die Wissensfabrik stellt das Projektkonzept zur Verfügung, koordiniert das gesamte Projekt, akquiriert Unternehmen, die sich an den Projekten beteiligen, organisiert die Produktion und stellt die Lieferung der KiTec-Kisten und sonstiger Materialien sicher.




Die Firma Bosch stellt einen Projektverantwortlichen, schließt eine Bildungspartnerschaft mit der Schule und finanziert die Technik-Kisten, die für das Projekt benötigt werden. Themenfelder von KiTec sind: Bautechnik (Mechanik: Kraft, Statik, Standfestigkeit), Fahrzeugtechnik (Reibung, Beschleunigung, Energieerhaltung) und Elektrotechnik (Strom, Stromkreis, Spannung, Widerstand, Magnetismus).




Bei einer 2-tägigen Lehrerfortbildung wurde dem Kollegium das didaktische Konzept vorgestellt. Die Vorstellung der Kisteninhalte (Werkzeuge und Materialien) und die Vermittlung der fachlichen Grundlagen, führten dann zur selbständigen Durchführung der Bauaufträge. Hier zeigte sich, dass natürliche Neugier und angeborener Wissens- und Forscherdrang nicht nur bei den Kindern zu finden sind. Die Kollegen merkten schnell, dass die Konzeption von KiTec handlungsorientiert, problemlösungsorientiert und praxisorientiert aufgebaut ist. Bislang war es schwierig technische Themen im Unterricht zu integrieren, da das nötige Equipment fehlte. Doch nun ist es durch die Bereitstellung der KiTec-Kisten durch die Firma Bosch einfacher die Themen einzubauen. Bei Projekttagen an der Schule wurde immer wieder festgestellt, dass gerade Projekte mit technischer Ausrichtung großen Zulauf hatten. Oftmals war aber die Beschaffung der Werkzeuge und des Materials schwierig oder sehr kostenintensiv. Durch die KiTec-Kisten, die von der Firma Bosch vollständig bestückt werden, entfällt dieses Problem. Auch die kostenlose Nachbestellung des Verbrauchsmaterials wird von Bosch übernommen. Die drei KiTec-Kisten können von fünf Kleingruppen benutzt werden. Jede Gruppe erhält eine Werkzeugkiste (u.a. mit Hammer, Handbohrer, Säge, Zange, Schraubendreher, Schraubstock) und zwei Materialkisten mit Holz (spezielle Sperrholz-Pappmaché-Leisten, die leicht verarbeitet werden können) und Kleinteilen (u.a. Draht, Schrauben, Metallstifte, Batterien, mechanische Plastikteile).




Mit dieser Ausstattung sollen die Schüler nicht basteln, sondern konstruieren. Zuvor muss allerdings ein Werkzeug-Führerschein gemacht werden. Viele der Werkzeuge und Kleinteile sind nicht allen Kindern bekannt. Aber, um sie benutzen zu können, muss man ihre Aufgabe kennen. Ist dies geschehen kann es losgehen. Die Kinder experimentieren und konstruieren. Der Lehrer steht helfend zur Seite und gibt Tipps oder macht Verbesserungsvorschläge. Bei dieser Vorgehensweise werden die Lernziele von KiTec ermöglicht. Die Teamarbeit in Kleingruppen stärkt die Sozialkompetenz. Die Kinder entdecken die eigene Kreativität und entwickeln Selbständigkeit. Alle Prozesse fördern das vernetzte Denken. Die Arbeit mit KiTec soll das Interesse für technische Zusammenhänge wecken. Durch eigene Erfahrungen können technische Erfindungen nachvollzogen werden. Jungen und Mädchen gleichermaßen entwickeln ein positives Bewusstsein für ihre eigenen technischen Fähigkeiten. All diese positiven Punkte sollen dazu beitragen, dass dem Umgang mit Technik und dem Entdecken der Technik nichts mehr im Wege steht. An der Hans-Sauter-Schule wird die Arbeit mit KiTec deshalb in Zukunft einen wichtigen Stellenwert haben.